[Rezension] Manche Tage muss man einfach zuckern

Dienstag, 16. Mai 2017



Wenn du die Augen zumachst, klingt der Regen wie Applaus.





Dauersingle Sarah hat die fixe Idee, dass die große Liebe auf der Internetseite »Missed Connections« auf sie wartet. Die Plattform richtet sich an all diejenigen, die ihren Traumpartner schon auf den Straßen von New York gesehen haben, aber nicht mutig genug waren, ihn anzusprechen. Doch Sarahs Mr. Right hat sie wohl noch nicht entdeckt, und so fängt sie eine Affäre mit Jack an, dem attraktiven Bruder ihres Mitbewohners. Er schafft es, ein wenig unverbindlichen Spaß in ihr Leben zu bringen. Doch dann taucht ein anonymer Verehrer auf »Missed Connections« auf …


Endlich mal wieder eine New Adult Geschichte, die Spaß macht zu lesen.

Auf den ersten Seiten wird man gleich zum schmunzeln gebracht, denn Sarah ist mitten in einem Vorstellungsgespräch bei waschechten New Age Hippies. Da sie dringend einen Job braucht, spürt sie ad hoc spirituelle Energie in all ihren Chakren um ihre künftigen Bosse zu beeindrucken.

Auf Craigslist sucht Sarah immer nach den neuesten Stellenanzeigen und schaut auch regelmäßig bei den Missed Connections (verpasste Gelegenheiten) vorbei. Zwischen all den verrückten und schrägen Anzeigen, gibt es auch noch die romantischen. Genau diese sind es, die ihr Hoffnungen auf die Liebe machen, trotz unguter Erfahrungen in der Vergangenheit. Heimlich wünscht sie sich, dass eine Beschreibung mal auf sie passt.

Manche Tage muss man zuckern fällt allein schon wegen dem eigenwilligen Titel auf, dazu noch das wirklich mehr als gelungene Cover und fertig ist der Eyecatcher. Außen hui, innen pfui? Trifft in diesem Fall nicht zu. Die Geschichte ist witzig, süß und typisch New Adult mit pikanten Szenen gespickt. Dieser kommen allerdings erst sehr spät, so dass sich erst mal der Plot entwickeln kann. Ebenfalls untypisch für New Adult - hier wird nicht mit emotionalen Ausbrüchen oder Altlasten gespielt. Was ich absolut super fand! Denn meistens wird das so überdramatisiert dargestellt, dass man vor lauter Augenrollen kaum mehr gerade aus sehen kann.

Aber einen Kritikpunkt hab ich dennoch, nämlich die Vorhersehbarkeit. Als Leser weiß man sofort was gespielt wird, während Sarah ewig und drei Jahre braucht um dahinter zu kommen. Aber der Weg dahin war zum Haare raufen lustig. Natürlich darf hier das Klischee nicht unterm Tisch gekehrt werden, ein bester schwuler Freund (Frisör) und sein heißer Zwillingsbruder (DJ). Aber da ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe, nehme ich das der Autorin nicht übel. Ich würde sogar den zweiten Band lesen und das passiert bei New Adult bei mir sehr selten.



INFO: Hier kannst du Manche Tage muss man einfach zuckern bestellen.
Auch als eBook erhältlich.






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