[Rezension] Echo Boy

Mittwoch, 11. Januar 2017




Audrey lebt in einer Welt, die von moderner Technik bestimmt wird und in der künstliche Menschen, die sogenannten »Echos« , darauf programmiert sind, jeden Befehl ihres Besitzers auszuführen. Eines Tages passiert das Unfassbare: Ein scheinbar defekter Echo tötet Audreys Eltern. Mit knapper Not kann sie entkommen und findet Unterschlupf bei ihrem Onkel. Dort trifft sie auf Daniel.

Daniel ist ein Echo – und er fühlt sich zu Audrey hingezogen, etwas, das eigentlich nicht sein kann. Doch er will sie beschützen. Denn Audrey schwebt noch immer in Lebensgefahr... via Klappentext



Matt Haig schreibt wunderbare Geschichten. Ob humorvoll (Ich und die Menschen), hoffnungsvoll und ehrlich (Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben) oder auch besinnlich und festlich (Ein Junge namens Weihnacht).

Echo Boy war sein erster Jugendroman und trotz der spannenden Idee und der soliden Umsetzung, hat der Band ein wenig geschwächelt.

Zukunft: Der Besitz und Gebrauch von Echos ist eine übliche Handhabe. Echos sind Helfer und für alles mögliche einsetzbar. Sie befolgen und gehorchen ihrem jeweiligen Besitzer. Doch nicht jeder ist ein Fan von Echos, darunter auch Audreys Vater. Er demonstriert öffentlich gegen den größten Hersteller, der wie das Schicksal es will, sein eigener Bruder ist.

Als Audreys Familie von dem eigenen Echo getötet wird, kann sie noch im letzten Moment entkommen. Ihr Onkel nimmt sie bei sich auf und will mit ihr gemeinsam den Mord aufklären. Obwohl ihr Onkel seinen Echos verbietet in die Nähe von Audrey zu kommen, will schon am ersten Tag einer in ihr Zimmer einbrechen. Hat Daniel etwa auch eine Fehlfunktion wie der Echo der ihre Eltern getötet hat? Aber dann würde er ja nicht versuchen sie vor irgendetwas zu warnen..

Das Buch lässt sich sehr schnell lesen, die Erklärungen zu den Zukunftsfunktionen sind gut beschrieben und man kann sich ein realistisches Bild davon machen. Nichts, was man nicht schon mal irgendwie so ähnlich gehört oder gesehen hat. Was ich aber nicht als Manko sehen würde.

Wer sich bei der Inhaltsangabe eine Liebesgeschichte vorstellt, wird enttäuscht werden. Ich würde es eher als jugendlichen Zukunftskrimi beschreiben. Leider überschlugen sich gegen Ende die Handlungen. Vieles wurde zu schnell abgehandelt oder gar nicht mehr erwähnt. Offene Fragen bleiben also über und man kann nur spekulieren. Mag ich nicht, ich habe gerne wenn die Dinge beim Namen genannt werden. Aber da ich gut unterhalten wurde, ich Science Fiction mag und die Umsetzung solide fand, kann ich das Buch weiter empfehlen.



 






Info: Hier könnt ihr das Buch bestellen. Auch als eBook erhältlich.




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