[Rezension] Das Haus der Lügen

Samstag, 24. Oktober 2015

Das Haus der Lügen
von Stephanie Lam










Broschierte Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Page & Turner
ISBN:  978-3-442-20445-8
Preis: 12,99 (D) 13,40 (A)
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1924: Der 19-jährige Robert Carver will den Sommer bei seinem reichen Cousin Alec Bray und dessen hübscher Frau Clara verbringen, die im Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen Küstenstädtchens Helmstone, wohnen. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit, und als er sich in Lizzie, die Tochter der Nachbarn, verliebt, glaubt er sich endgültig im Glück. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf, denn die Brays hüten ein böses Familiengeheimnis ...

1965: Die 18-jährige Rosie Churchill ist von zu Hause ausgezogen und mietet sich für ein Jahr in dem etwas heruntergekommenen, aber noch immer imposanten Anwesen Castaway House ein. Eines Tages entdeckt sie, dass ins Fensterbrett ihres Zimmers der Satz »Robert Carver ist unschuldig« eingeritzt ist. Doch sie ahnt noch nicht, dass sich hinter diesem Satz ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das nicht nur die Vergangenheit von Castaway House, sondern auch ihr eigenes Leben betrifft ...



Als ich das Buch in den Händen hielt, kam mir sofort der Gedanke - das wird ein richtiges Herbst Buch. Also eine Geschichte, welche perfekt zu der Stimmung des Herbstes passt, ein wenig melancholisch und mit der richtigen Portion Gruselspannungsfaktor - und ich hatte damit recht. 

Wie die Inhaltsangabe schon andeutet geht es bei "Das Haus der Lügen" um ein Familiengeheimnis auf dem Anwesen Castaway House. Als Leser springt man zwischen zwei Zeitebenen hin und her, einmal sind wir mit Robert Carver im Jahre 1942 und dann wieder mit Rosie im Jahr 1965. Doch das ist nicht verwirrend, da sich die Geschichte schleichend entwickelt und sich somit der Spannungsbogen konstant von alleine aufrecht hält. Durch die unterschiedliche Zeit bekommt man auch das damalige Lebensgefühl gut vermittelt. Bei Robert ist es eine strenge, spießige Zeit und bei Rosie merkt man, dass sich einiges ändert, die Menschen werden offener und haben Spaß. Beide Leben sind so verschieden und es macht Spaß zu lesen aber doch sind sie natürlich miteinander verstrickt. 

Robert ist bei seinem Cousin Alec und dessen Frau Clara zu Besuch auf dem Castaway Anwesen, das Ehepaar lebt nach außen hin eine zufriedene, schillernde Ehe aber Robert merkt schnell, dass der Schein trügt. Anfangs scheint er gewisse Dinge noch zu ignorieren, aber die Familiengeheimnisse lassen nicht lange auf sich ruhen.. 

Rosie ist achtzehn und zum ersten Mal auf sich alleine gestellt. Sie mietet sich im, in die Jahre gekommenen, Anwesen Castaway ein. Bald findet sie Spuren aus vergangener Zeit, darunter auch das Initial R.C. Was es damit auf sich auf und was die Botschaften bedeuten findet Rosie im Laufe der Zeit heraus.

Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft und liest sich sehr gut, sie beschreibt das Setting lebhaft und lässt ihre Figuren authentisch wirken. Nicht nur die beiden Protagonisten, auch die Nebencharaktere haben ihre guten Eigenschaften und Macken abbekommen. Natürlich bleibt die Handlung lange Zeit vage und nur durch Vermutungen um welches Geheimnis es sich nun dreht und was geschehen ist, bleibt die Story spannend. Die Auflösung kam dann doch ein bisschen zu kurz, der richtige Showdown hat mir ein bisschen gefehlt, auch wenn offene Fragen beantwortet wurden. 

Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung für alle, die stimmige und atmosphärische Geschichten mit einem großen Krimi Einschlag mögen. 4/5 Rawr's

















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