[Rezension] Die Königin der Schatten

Donnerstag, 10. September 2015

Die Königin der Schatten
von Erika Johansen






Broschierte Ausgabe: 544 Seiten
Preis: 14,99 (D) 15,50 (A)
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Reihe: 1/3








Neunzehn Jahre lang führte die junge Prinzessin Kelsea Glynn ein abgeschiedenes Leben in der Obhut ihrer Pflegeeltern. Nun ist der Tag gekommen, an dem sie von der Leibwache ihrer verstorbenen Mutter an den Königshof zurückeskortiert wird, um die Herrschaft über das magische Königreich Tearling anzutreten. Doch Tearling ist ein armes Land, ständig bedroht von seinem mächtigen Nachbarn Mortmesne. Um ihre Herrschaft zu sichern, schloss Kelseas Mutter einst einen verhängnisvollen Pakt. Einen Pakt, dessen Konsequenzen Kelsea nun zu spüren bekommt, denn es trachtet ihr nicht nur die Rote Königin von Mortmesne nach dem Leben, auch ihr Hofstaat, schlimmer noch, ihr eigenes Volk misstraut ihr. Nur wenn sie einen Weg zu ihrem magischen Erbe findet, kann Kelsea ihre Untertanen vor Mortmesne schützen. Falls sie lange genug auf dem Thron sitzt. Falls sie lange genug überlebt . . .


Für diese Rezension habe ich gefühlt ewig gebraucht. "Die Königin der Schatten" ist kein schlechtes Buch aber leider auch kein Highlight, noch nichtmal irgendwas dazwischen. Meistens plätschert die Geschichte einfach nur so vor sich hin, die Autorin verliert öfters mal den roten Faden und daher ziehen sich viele Passagen in die Länge. 

Die Charaktere fand ich auch nur durchschnittlich, keiner der richtig rausstach und vor allem die Protagonistin hat mich manchmal wahnsinnig gemacht. Kelsea verhält sich kindisch, egoistisch und stur - keineswegs das, was man sich unter einer Königin vorstellt. Selbstkritik ist etwas Gutes aber Kelsea versteht darunter nur jammern, jammern und jammern. 

Die Geschichte spielt im Mittelalter ist aber eine Dystopie mit Fantasy Einschlägen und diese Vermischung ist nicht so recht geglückt. Der Schreibstil ist gewählt, meistens wirkte es für mich zu aufgesetzt aber es lies sich dennoch flüssig. Womöglich weil ich auch ein paar Seiten überflogen habe..

Insgesamt hat mir die Weltkonstruktion und deren Erklärung nicht gefallen, ich bin sowieso kein Fan von seichten Erklärungsversuchen. Hier hätte die Autorin aber lieber ganz normal im Mittelalter bleiben können, denn viel Zukunftsmusik spielte es nicht. Aber womöglich kommt da ja noch einiges im zweiten und dritten Band auf uns zu. Wenn ich Mittelalter höre, denke ich automatisch an Intrigen, Politik, Verschwörungen und ausgefeilte Charaktere. Nichts davon hat mich vollkommen überzeugt. 

Trotz meiner Kritik hat mir die Geschichte an sich gefallen, der Plot war gut aber die Ausführung war durschnittlich. Langatmigkeit und die Verschmelzung von Zukunftsmittelalter waren ziemliche Lesebremsen. Aber ob ich trotzdem noch weitere Bände lese werde ist fraglich. Von mir gibt es 3/5 Rawr's.




Kommentare:

  1. Hi Sarah,

    ich kann Deine Rezension nachvollziehen, auch wenn ich bei meiner Bewertung etwas höher gegriffen habe. Es fehlt etwas "Biss" bei diesem Buch - und der Sprachstil hatte seine Tiefen, allerdings glaube ich (nachdem ich im Buchladen nur kurz durch das Original durchgeblättert habe). dass sich das Buch im Englischen flüssiger ließt. Daher werde ich den zweiten Band, der ja schon erschienen ist, auf Englisch lesen.

    LG, Kati@ZeitzuLesen

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    1. Hi Kati, das kann natürlich gut sein.. womöglich liest es sich im Original besser. Aber momentan habe ich nicht so das Bedürfnis zu erfahren wie es weiter geht. Eigentlich wollte ich nur 2 Punkte vergeben, aber das Buch war ja nicht schlecht, wie du sagst, es hat der Biss gefehlt. Alles kann einem ja nicht von den Socken reißen. =)

      LG

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