[Rezension] Die Falle

Freitag, 27. März 2015

Die Falle
von Melanie Raabe

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: btb
ISBN: 978-3-442-75491-5
Preis: 19,99 (D) 20,60 (A)
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Bildquelle btb Verlag

ABOUT
Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren, wuchs in einem 400-Seelen-Dorf in Thüringen und einer Kleinstadt in NRW auf, studierte Medienwissenschaft und Literatur in Bochum und lebt inzwischen in Köln – als Journalistin, Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Sie betreibt ihren eigenen Interview-Blog (www.biographilia.com) und erhielt bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Die Rechte an ihrem Roman "Die Falle" wurden bereits vor Erscheinen international verkauft, u.a. nach Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien und das englischsprachige Ausland.




Sie stellt ihm eine Falle. Aber ist er wirklich ein Mörder?

Die bekannte Romanautorin Linda Conrads, 38, ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihrer Villa am Starnberger See gesetzt. Trotz ihrer Probleme ist Linda höchst erfolgreich. Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden - sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?


Linda, eine bekannte Autorin, wohnt mit ihrem Hund Bukowski in einem großen, schönen Haus mit Ausblick auf einen See inklusive dichtem Wald. Klingt traumhaft, wäre da nicht das Problem, dass Linda ihr Haus seit knapp zwölf Jahren nicht mehr verlassen hat. Sie geht weder kurz einkaufen, noch mit ihrem Hund spazieren, sie holt nicht einmal die Post selbst. Diese Dinge werden alle von Freunden, Verlagsmenschen und Assistentinnen erledigt. 

Weshalb Linda nicht das Haus verlässt erfährt man als Leser sehr schnell. Sie hat ihre Schwester verloren, das alleine wäre schon ein herber Schicksalsschlag, doch Linda hat den Mörder ihrer Schwester gesehen, dieser konnte aber trotz ihrer Aussage nicht gefasst werden.

Jetzt, zwölf Jahre später, sieht sie den Mörder ihrer Schwester Anna in den Nachrichten und nachdem Linda sich von dem Schock erholt hat, schmiedet sie Pläne. Sie will den Mann, der Anna das Leben genommen hat, auf eigene Faust überführen. Da sie weder ihren Freunde davon erzählen will, noch Hilfe von der Polizei erwarten kann, bleibt ihr nichts anderes über, als ihr Talent einzusetzen. Sie schreibt ein neues Buch und will damit den Mörder in die Öffentlichkeit locken, denn eine Frage geht ihr seit Jahren nicht aus dem Kopf - weshalb musste Anna sterben?

Der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig und baut durch die prägnanten Sätze massiv an Spannung auf. Ich wollte ständig vorblättern, weil ich unbedingt wissen wollte, was da genau vor sich ging.

Eigentlich glaubt man, dass die Geschichte monoton vor sich hin plätschert, immerhin ist die Protagonistin die ganze Zeit alleine in ihrem großen Haus. Es spielt sich also alles in ihren vier Wänden ab und dennoch verfolgt man gespannt den Plan, den Linda hier entworfen hat.

Interessant fand ich auch, dass man stellenweise aus dem neuen Buch lesen konnte, welches Linda als Falle für den Mörder schreibt. Nach und nach spielt sich alles zusammen und die anfänglich kurze Plätscherei, entwickelt sich zu einer rasanten Fahrt.

Da ich normalerweise kein Fan von Thrillern bin, ich lese diese wirklich sehr selten, war ich froh, dass es sich hier nicht um eine vor Bluttriefende Geschichte handelt.

Ein gelungenes Debüt, ein atmosphärischer Psychothriller der zu fesseln versteht und eine Auflösung, mit der man vielleicht nicht gleich rechnet, auch wenn ich doch mit meiner ersten Vermutung von Anfang an richtig lag. Einziges Manko: Manchmal waren mir die vielen Wortwiederholungen ein Dorn im Auge, man stolpert einfach darüber. Gute Unterhaltung gehört aber belohnt - 4/5 Rawr's!








Kommentare:

  1. Huhu meine Liebe ♥
    Ach, ich habe dieses Buch verschlungen und ehrlich gesagt war ich ein bisschen zu sehr in der Handlung gefangen als dass mir so etwas wie Wortwiederholungen aufgefallen wären. Aber deinen scharfen Augen entgeht wirklich nichts ;)
    Da ich ja total verrückt nach guten Thrillern bin, suche ich mir immer welche die nicht allzu 'normal' ablaufen und "Die Falle" passt hier ja perfekt. Ich bin schon sehr gespannt ob wir noch mehr von Melanie Raabe hören werden ^-^

    Wundervolle Rezension!
    Mich hättest du überzeugt, wenn es das Buch nicht schon getan hätte ♥
    Ich wünsche dir ein zauberhaftes Wochenende & alles Liebe,
    Jasi ♥

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  2. Hallöchen Sarah,
    ich freue mich, dass dir das Buch gefallen hat, auch wenn du dich an den Wortwiederholungen gestört hast. Ich denke, das empfindet auch jeder anders. Mir ist es gar nicht aufgefallen irgendwie. :D
    Ich habe es geliebt dieses Buch zu lesen und bin schon sehr gespannt auf das nächste Melanie Raabe Werk. :D

    Liebst, Lotta

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  3. Huhu Sarah, ich bin gerade über deinen Blog gestolpert und direkt Leserin geworden. Wirklich hübsch hast du es hier

    Viele liebe Grüße
    Nelly von Nellys Leseecke

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