[Rezension] Silber 2

Mittwoch, 23. Juli 2014

Silber - Das zweite Buch der Träume
von Kerstin Gier

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: FJB
ISBN: 978-3-8414-2167-8
Preis: 19,99 (D) 20,60 (A)
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Bildquelle FJB


Hallo du. Hier wird der zweite Band besprochen, spoiler dich also nicht selbst und wenn doch.. Ich hab dich gewarnt. ;D

ABOUT
Kerstin Gier, Jahrgang 1966, hat als mehr oder weniger arbeitslose Diplompädagogin 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht. Mit riesigem Erfolg: Ihre Romane wie die »Müttermafia« oder »Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner« sind längst Kult und auf allen Bestenlisten zu finden, genauso wie »Rubinrot«, »Saphirblau« und »Smaragdgrün«, die auch international zu Bestsellern wurden. Im März 2013 kam mit »Rubinrot« bereits die zweite Verfilmung eines ihrer Bücher mit Starbesetzung in die Kinos. »Silber« ist ihre neue phantastische Trilogie. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln.





Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?
Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …


Da der zweite Band nahtlos am ersten anknüpft, geht es sofort und ohne Umschweife wieder los. Natürlich erhält man ein paar Wiederholungen, damit auch die Leser die vieles wieder vergessen haben gleich wieder in der Geschichte drin sind. 

Liv ist nun mit Henry zusammen, nur sehen sie sich meistens nur in der Traumwelt. Henry ist noch genauso verschwiegen wie im ersten Band und wer sich Hoffnungen macht jetzt mehr zu erfahren, wird enttäuscht werden. Es bleibt noch immer rätselhaft weshalb sich die beiden denn überhaupt verliebt haben aber noch rätselhafter bleibt Henry selbst. Ja, einige Geheimnisse werden gelüftet aber das waren für mich keine Schocker. Diese Dinge konnte man sich sowieso selbst zusammen reimen. Schade, schade. Nur verschwiegen und verwegen reicht halt nicht aus, da bin ich weit bessere Charaktere gewohnt. 

Liv ist auch so ein Fall von "ist zwar da aber nicht wirklich anwesend". Die meiste Zeit sind ihre Aktionen (besonders diejenigen in denen ihre kleine Schwester beteiligt ist) sehr unterhaltsam aber die restliche Zeit wirkt sie sehr austauschbar. 

Schon im ersten Band habe ich mich gefragt was das mit dieser Secrecy auf sich hat. Von einigen Bloggern weiß ich, dass das in Gossip Girl wohl total cool rüber gekommen ist. Ich kenne weder diese Serie noch die Bücher aber im zweiten Band kam die mysteriöse Klatschtante viel besser rüber als im ersten Teil. Klar, denn nun wurde Secrecy ja richtig mit eingebaut denn viele Gerüchte über Liz und Co sorgten für die nötige Aufrechterhaltung des minimalen Spannungsbogen. 

Livs neue Patchwork Familie funktioniert mit ein paar Hindernissen auch ziemlich gut, das Biest in Ocker und den glatzköpfigen Zahnarzt fand ich sehr unterhaltsam. Zwischen Grayson und Liz werden noch immer zaghafte Andeutungen gemacht, aber das ist bei weiten nicht so aufregend wie man sich vielleicht vorstellt.

Die Idee mit den verschiedenen Traumwelten haben mich am meisten fasziniert und waren der Grund das Buch lesen zu wollen. Leider ist die Umsetzung eher lau, immerhin reden wir hier von Möglichkeiten die jeder Fantasie übersteigen könnten. Man kann in seinen Träumen Welten erschaffen, Unmögliches vollbringen und die Protagonisten hätten die Chance das alles zu sehen, aber nein, es wird einen auf Moralapostel gemacht und mit dem Finger gewedelt. Fremde Türen darf man nicht öffnen. Pff, wenn nicht in einem Buch - wo dann? ;p

Der zweite Band der Trilogie war für mich leider nur eine minimale Steigerung, alles in allem fand ich die Geschichte wieder mal unterhaltsam aber hinterließ, wie schon der erste Band, keinen bleibenden Eindruck. Ich bin mir sogar unsicher ob ich dem Abschlussband eine Chance geben werde. 

Die Charakter blieben genauso farblos und nichtssagend wie schon im ersten Band und die Handlung hat sich immer wieder im Kreis gedreht. Ein paar neue Details waren schön und gut aber nicht ausreichend für diesen Wow - Effekt, der einen in ein Buch versinken lässt.

Insgesamt eine ganz nette Unterhaltung, schnell ausgelesen aber leider auch wieder schnell vergessen. Kerstin Gier schafft zwar mit ihrem locker, leichten und frechen Schreibstil eine angenehme Atmosphäre aber wenn der Rest dabei nicht stimmig ist, bringt auch der beste Stil nichts. Ich sah überhaupt keine Entwicklung, weder bei den Charakteren noch bei der Handlung. Vielleicht waren auch meine Erwartungen einfach zu hoch.. 3,5/5 Rawr's.




Mein Dank geht an:




Sarah Rawrpunx
blogspot.co.at

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