[Rezension] Je mehr ich dir gebe

Donnerstag, 15. Mai 2014

Je mehr ich dir gebe
von Beate Dölling

Gebundene Ausgabe: 284 Seiten
Verlag: Boje
ISBN: 978-3-414-82377-9
Preis: 12,99 (D) 13,40 (A)
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Bildquelle Boje Verlag

ABOUT
Beate Dölling wurde 1961 in Osnabrück geboren, lebt aber schon seit vielen Jahren in Berlin. Bis 2001 war sie Journalistin beim Radio (darunter Rias Berlin und Deutschlandradio), aber eigentlich hat sie immer schon viele Dinge gleichzeitig getan. So war sie nicht nur Rundfunkjournalistin, sondern ist auch als Rezensentin für Zeitungen und Zeitschriften sowie als Dozentin an der Volkshochschule tätig. Seit 2001 arbeitet sie als freie Autorin, nebenher leitet sie Schreibwerkstätten. Sie hat zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, die Themen, die sie darin aufgreift, sind immer mitten aus dem Leben gegriffen. JE MEHR ICH DIR GEBE ist das erste Buch der Autorin im Boje Verlag.


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Julia & Jonas. 
Ein junges Paar. Eine junge Liebe. Seelenverwandte. 
Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, Jonas verunglückt und ist auf der Stelle tot. Julie fühlt nur mehr Leere in sich bis Kolja sie befreit. Aber um welchen Preis? Ihre Trauer wird zu einer Abhängigkeit.


Was für ein merkwürdiges Buch. Die Inhaltsangabe klang vielversprechend und ich war auf die Umsetzung dieses Thema sehr neugierig. Daher habe ich nicht lange überlegt, als das Buch in der Bibliothek frei wurde. Im Nachhinein bin ich froh mir nicht das Buch gekauft zu haben.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, ich habe lange gebraucht um richtig in die Geschichte zu kommen. Ich kann den Stil eigentlich gar nicht beschreiben, unwirklich, nicht greifbar und gewollt poetisch. Viel Blabla um nichts. Absolut nicht meins. 

Potenzial wäre auf jeden Fall vorhanden gewesen, aber die Umsetzung ist äußerst mangelhaft. Das beginnt schon bei der farblosen Protagonistin Julia, ihre Handlungen sind nie nachvollziehbar, ihre Worte ergeben meist keinen Sinn und sie behandelt ihre Freundinnen und Eltern wie Luft. Ehrlich gesagt, kann ich auch nicht verstehen wie man nach nur einem Monat Verliebtsein so stark in eine Trauerphase fallen kann. Julie und Jonas waren erst ein paar Wochen zusammen als sich der tödliche Unfall ereignete. Julie bricht darauf hin zusammen und fängt sich auch nicht mehr, sie leidet, suhlt sich in (Selbst)Mitleid und lässt niemanden an sich ran. Nicht falsch verstehen, Trauer ist hier natürlich angebracht aber keinesfalls in diesen Maße. Übertrieben und unglaubwürdig.

Die Geschichte dreht sich also komplett um Jonas. Julies Gedanken sind immer bei Jonas, sie sieht ihn an jeder Ecke, sie träumt von ihm, sie hat einen Altar in ihrem Zimmer und trägt seine Klamotten um den Duft ewig um sich herum zu haben. Kurz nach der Beerdigung fängt Julie etwas mit den besten Freund von Jonas an, Kolja. Denn wenn Kolja von Jonas erzählt, kann Julie ihre große Liebe wieder spüren.

Man ahnt gleich dass Kolja gewaltig einen an der Klatsche hat. Der Typ ist nicht ganz dicht und ziemlich Psycho, nur Julie merkt das nicht. Sie findet es total lieb, dass er ständig von Jonas redet, während sie sich küssen und miteinander schlafen. Sie decken sogar extra einen Teller mit ein damit Jonas mit ihnen zusammen essen kann, nach dem die beiden Sex hatten natürlich. Kolja wird mit der Zeit aber immer drängender und eifersüchtiger, jeden Tag will er sie sehen und mit ihr schlafen. 

Ihr merkt worauf ich hinaus will? Es dreht sich alles um Jonas und Sex, Sex und, achja genau, um Sex! Um den toten Jonas und um Sex mit seinem besten Freund, der es total in Ordnung findet wenn Julie dabei an ihren toten Freund Jonas denkt. Strange

Diese Geschichte ist wie ein Unfall, man will nicht hinsehen, man möchte nicht gaffen aber der Reflex ist automatisch da und man kann nicht wegsehen. So ist dieses Buch - es ist Bullshit, aber man muss den Mist zu Ende lesen. Man kann nicht glauben, was man hier zu lesen bekommt aber die Neugier siegt.

Mein Fazit? Ein sehr merkwürdiges Buch welches ich mir gerne erspart hätte. Eine unsinnige Handlung, oberflächliche Charaktere und das finale Ende war wie das komplette Buch: Unangenehm! 1,5/5 weil es sich nach der Eingewöhnungsphase relativ zügig lesen ließ.








Sarah Rawrpunx
rawrpunx.blogspot.co.at

 
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