[Rezension] Das unerhörte Leben des Alex Woods

Freitag, 2. Mai 2014

Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat
von Gavin Extence

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Limes
ISBN: 978-3809026334
Preis: 19,99 (D) 20,50 (A)
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auch als eBook erhältlich

Bildquelle Limes Verlag

ABOUT
Gavin Extence, geboren 1982, wuchs in der englischen Grafschaft Lincolnshire in einem kleinen Dorf mit dem interessanten Namen Swineshead auf. In seiner Kindheit machte er eine kurze, aber glanzvolle Karriere als Schachspieler; er gewann zahlreiche nationale Turniere und reiste nach Moskau und St. Petersburg, um sich dort mit den besten jungen Denkern Russlands zu messen. Er gewann nur ein Spiel. Sein erster Roman »Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat« schlug in Großbritannien ein wie ein Meteorit – Alex Woods eroberte die Herzen der Leser im Sturm und die Presse feierte den Roman als DIE Entdeckung des Jahres. Heute lebt Gavin Extence mit seiner Familie in Sheffield und schreibt an seinem zweiten Roman.-via Limes


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Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen. Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte. Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …


Dieses Buch ist nichts für zwischendurch, obwohl der Schreibstil von Gavin Extence ziemlich locker wirkt, ist die Aussage jedoch völlig ernst. Ich glaube, dass dieses Buch stark polarisieren wird, denn solche Geschichten muss man wahrscheinlich einfach mögen oder sich wenigstens darauf einlassen können.

Alex ist noch jung als ihn ein Meteorit auf dem Kopf trifft. Durch diesen, mehr als merkwürdigen, Unfall verändert sich sein Leben von Grund auf. Als Folge dessen bekommt er Epilepsie, mit den Jahren zieht er sich deswegen immer mehr zurück. Alex lebt in seiner eigenen kleinen Welt umgeben von Literatur, seine esoterisch angehauchte Mutter ist ihm nicht eine allzu große Hilfe, vor allem nicht bei der Suche nach Freunden in seinem Alter. Bedingt durch seinen Unfall will er das Universum verstehen lernen, er will herausfinden wie das große ganze funktioniert. Durch Zufall lernt er dabei Mr. Peterson kennen, einen Kriegsveteranen der genauso zurück gezogen wie er selbst lebt. Es entwickelt sich eine Freundschaft, mit der beide nicht gerechnet haben und daraus resultiert die verrückte Marihuana Aktion. 

"Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat" ist, wie der Titel schon vermuten lässt, etwas schräg und ziemlich anders. Eine humorvolle Geschichte die viel Tiefgang bietet, mit zwei so völlig unterschiedlichen aber doch liebenswerten Protagonisten. 

Alex der auf der Suche nach Antworten ist, findet in dem griesgrämigen, leicht verbitterten Mr.Peterson einen guten Freund und gleichzeitig auch eine Art Lehrer. Er möchte, dass Alex die Welt nicht nur aus einer Perspektive sieht, sondern, dass sich ein zweiter Blick immer lohnen wird. Anfangs verbindet beide nur die Liebe zur Literatur doch schon bald wird eine richtige Freundschaft daraus und Alex schmiedet seinen letzten Plan für Mr. Peterson. 

Die Geschichte wird aus Alex Sicht beschrieben und somit bekommt man immer einen sehr guten Eindruck. Leider, denn manches war wirklich zu detailliert und wirkte dadurch stellenweise langatmig. Auch wirkte Alex hin und wieder zu naiv, was aber sicherlich auch am Schreibstil lag, da wirklich alles lang und breit geschildert wird. Daher lernt man Alex besser kennen als einem vielleicht lieb ist und hin und wieder hat mich das ein wenig genervt. Ganz klar stechen hier die beiden Protagonisten heraus und glänzen hier um die Wette. Die Nebencharaktere blieben leider oberflächlich und mir deswegen auch nicht im Gedächtnis hängen. 

Die Geschichte rund um Alex Woods ist skurril, witzig aber auch traurig und ernst. Wie in einer Achterbahn gehen hier die Gefühle rauf und runter und manchmal will man einfach nur anhalten und eine Pause einlegen. Es hätte daher ruhig von allem ein bisschen weniger sein dürfen aber nichtsdestotrotz hat es mir gefallen und daher ist es eine klare Leseempfehlung. Eine verrückte Geschichte über Freundschaft, Mut und Loyalität. Ich vergebe gute 3,5/5 Rawr's. 








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© Sarah Rawrpunx
rawrpunx.blogspot.co.at

1 Kommentar:

  1. ...und noch ein Buch von meinem SuB. Ich freu' mich aufs Lesen - auch wenn ich Langatmigkeit schlecht ertrage. Spielt die Handlung in England?

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