[Rezension] Zurück nach Hollyhill

Mittwoch, 30. April 2014

Zurück nach Hollyhill
von Alexandra Pilz

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453534261
Preis: 16,99 (D) 17,50 (A)
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auch als eBook erhältlich

Bildquelle Heyne Verlag

ABOUT
Alexandra Pilz hat am gleichen Tag Geburtstag wie Jane Austen. Die Journalistin liebt England, hat eine Schwäche für komplizierte Liebesgeschichten, lebt mit Mann und Katze in München und träumt von einem Cottage in Cornwall. Ihr Debütroman "Zurück nach Hollyhill" war ein großer, von Publikum und Presse gefeierter Erfolg.-via Heyne


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Wie weit würdest du gehen? Um das Geheimnis deiner Herkunft zu lüften, den Jungen deiner Träume zu bekommen und deine Freundin zu retten? Für die 17-jährige Emily werden diese Fragen plötzlich entscheidend, als sie nach dem Abitur in das geheimnisvoll einsame Dartmoor reist, um das Dorf ihrer verstorbenen Mutter zu finden. Ein Dorf, das auf keiner Karte eingezeichnet ist. Das jedoch genau der Junge kennt, der in Emily von der ersten Sekunde an Gefühle auslöst, die irgendwo zwischen Himmel und Hölle schwanken …



"Zurück nach Hollyhill" ist eine liebenswerte und süße Geschichte. Perfekt für einen lazy day, einen verregneten Sonntag oder einfach zum abschalten nach einem stressigen Tag. 

Die Handlung ist recht unspektakulär. Es erwartet einem mit diesem Buch keine spannungsgeladene Geschichte mit dramatischen Actionszenen, hier wurde einen Gang runter geschalten und somit geht alles ganz gemächlich voran. Es war zwar nicht langweilig aber auch kein Pageturner, es war irgendwie irgendwo dazwischen. Nichts ganzes und nichts halbes. 

Normalerweise werfe ich ja nicht mit dem Wort "süß" um mich herum, aber für Hollyhill passt das einfach wie Tee zum Buch. 

Emily wirkt für ihr junges Alter doch schon sehr reif, da hat die Autorin aber sichtlich dagegen gewirkt und hat ihr hin und wieder ein bisschen Naivität zugestanden. Diese kam dann aber immer in den unpassendsten Momenten und wirkte dadurch eher gezwungen. 

Als Emily einen, jahrelang von ihrer Großmutter gehüteten, Brief ihrer verstorben Mutter bekommt wird sie verständlicherweise von ihren Gefühlen übermahnt. Kurz entschlossen möchte sie den Heimatort ihrer Mutter besuchen und die Chance nutzen um etwas über sie zu erfahren. Merkwürdigerweise ist auf keiner Karte ein Ort namens Hollyhill gekennzeichnet und auch der ortsansässige Taxifahrer hat selbst keinen blassen Schimmer. Als Emily alleine durch ein kleines Dorf in England herumirrt, wird sie von einem gutaussehenden Jungen angesprochen. Und zufällig kann Matt sie nach Hollyhill mitnehmen...

Matt ist lange Zeit sehr geheimnisvoll, ach was red ich, bis zum Ende hat sich das nicht gebessert. Um sein Erlebnis wurde ein richtiges Brimbamborium veranstaltet, dass mich dazu verleitet hat gleich mit "Verliebt in Hollyhill" Band 2 zu beginnen. Es hat mich gewurmt sein Geheimnis nicht gleich lüften zu können. Generell war Matt zwar in der Geschichte anwesend aber glänzte eher durch Zurückhaltung, Gereiztheit und permanenten Andeutungen. 

Als Emily herausfindet was es mit Hollyhill auf sich hat, war ich leider ein bisschen enttäuscht. Ich bin ja ein Fan von Beschreibungen und verrückten Erklärungen, aber genau das kam hier eindeutig zu kurz. Die Idee ein ganzes Dorf einen Zeitsprung machen zu lassen, fand ich richtig klasse. Aber das drumherum wurde nicht gut genug ausgebaut. 

Der Schreibstil der Autorin war anfangs, durch die eingebauten Gedankensätze Emilys, eher gewöhnungsbedürftig. Da ich die Angewohnheit habe, immer nach den kleinsten Anhaltspunkten (wer ist der Böse, wo könnte jenes und dieses stecken..etc) zu suchen, bin hier ganz schön aufgelaufen. Die Autorin hat meistens um den heißen Brei herum geschrieben, vieles im Sande verlaufen lassen und unwichtige Details ausgeschmückt. 

Gegen Ende nimmt das Buch dann endlich ein bisschen an Spannung auf, der Showdown hingegen war wieder nur minimalistisch und dementsprechend schnell abgefertigt. 

Trotz meiner Kritikpunkte hat mich das Buch gut unterhalten und mich zumindest soweit gelockt, auch den zweiten Band zu lesen. Man muss sich eben im klaren sein, dass man mit "Zurück nach Hollyhill" keinen spannenden Liebeskrimi zu lesen bekommt sondern, eine kurzweilige Unterhaltung mit netten Protagonisten und einer Handlung die eher dahinplätschert. Somit gibt es von mir gute 3/5 Rawr's.






Ich bitte darum, meine Rezensionen nicht ohne meine Einwilligung anderweitig zu veröffentlichen.
© Sarah Rawrpunx
rawrpunx.blogspot.co.at






Kommentare:

  1. Ganz meine Meinung. Fand das Buch damals sehr süß und unterhaltsam, hat mich jedoch nicht von den Socken gehauen.
    Der zweite Teil steht schon im Regal und wartet darauf gelesen zu werden. ;)

    LG
    Boncuk

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    1. Ich hab den zweiten Teil nun beendet und fand ihn leider um eine Spur schlechter als sein Vorgänger. Schade, schade. Manchmal ist süß nicht ausreichend.

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  2. Hach, schade. Auf der anderen Seite bin ich immer etwas erleichtert, wenn ich ein Buch von meinem SuB schubsen kann... :D Ich glaube, ich habe an meinen faulen Nachmittagen etwas besseres zu tun - z.B. richtig gute Bücher lesen. ;)

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