[Rezension] Yakamoz

Dienstag, 22. April 2014

Yakamoz - Eine Liebe in Istanbul
von Aygen-Sibel Çelik

Taschenbuch Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3841502551
Preis: 8,99 (D) 9,40 (A)
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auch als eBook erhältlich 

Bildquelle Oetinger Verlag


ABOUT
Aygen-Sibel Çelik wurde 1969 in Istanbul geboren und zog in ihrem zweiten Lebensjahr mit ihrer Familie nach Frankfurt am Main. Nach dem Studium der Kinder- und Jugendbuchforschung übte Aygen-Sibel Çelik verschiedene Tätigkeiten im pädagogischen und journalistischen Bereich aus und sie schrieb Artikel und Rezensionen über die Darstellung des Fremden in der Kinder- und Jugendliteratur. Inzwischen ist sie selbst eine erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin und lebt und arbeitet in Düsseldorf. -via Oetinger


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Seit die fünfzehnjährige Tuana bei einer Türkeireise dem zwei Jahre älteren Noyan begegnet ist, geht er ihr nicht mehr aus dem Kopf. Noyan ist so ganz anders als die gewöhnlichen Jungs, er fasziniert sie. Als Tuana in den Sommerferien endlich für einige Wochen nach Istanbul zu ihrer Oma fahren darf, trifft sie Noyan wieder. Langsam nähern sich die beiden einander an. Es könnte alles so schön sein, doch da ist auch Yaren, Tuanas Cousine, die sie immer wieder vor Noyan warnt. Hat sich Tuana in ihm geirrt? In Istanbul entdeckt sie nicht nur die faszinierende Stadt und erfährt viele Dinge über die Liebe in der Türkei, sie lernt auch auf ihr Herz zu hören.


Tuana ist zum ersten Mal so richtig verliebt. Eigentlich etwas schönes, wenn ihr Auserwählter nicht in einem anderen Land wohnen würde. Sie wohnt mit ihrer türkischstämmigen Familie seit jeher in Deutschland, bei einem Urlaub bei den Verwandten hat sie Noyan kennengelernt. Obwohl sich beide nur relativ kurz kannten, haben sie Nummern ausgetauscht um Kontakt zu halten. Hin und wieder schreiben sie sich nun per Whatsapp. Um am laufenden zu bleiben, schreibt sie regelmäßig ihrer Cousine Yaren, doch diese meldet sich kein einziges Mal. So schmiedet Tuana einen Plan, sie überredet ihre Eltern und fliegt somit für ein paar Wochen in die Türkei zu ihrer Oma. Sie möchte die Kultur besser kennenlernen und ihr türkisch verbessern, dass sie eigentlich nur wegen Noyan fliegt, verschweigt sie lieber. 

Da das Buch nur wenige Seiten hat, ist die Geschichte natürlich schnell erzählt. Die Autorin legte mehr wert darauf, die Türkei modern erscheinen zu lassen, als auf die Handlung. Im Grunde eine nette Idee, leider wirkte vieles auf mich dadurch aufgesetzt und schön geredet.

Tuana ist ein sehr liebes Mädchen, sie hat eine beste Freundin und versteht sich gut mit ihren Eltern. Bislang konnte sie die sehnsuchtsvollen Heimatgefühle ihrer Eltern nicht nachvollziehen. Sie fühlt sich in Deutschland Zuhause und würde auch nicht gerne für immer in der Türkei leben. Doch die frisch entfachte Liebe zu Noyan hat sie umdenken lassen. Kurzerhand reist sie alleine zu ihrer Oma, vorrangig natürlich wegen Noyan aber sie ist ihrer Großmutter auch eine große Hilfe. Sie lernt sie besser kennen, hilft im Haushalt und führt lange, ehrliche Gespräche mit ihr. 

Wie es eben so ist wenn man nur wenige Seiten zufüllen hat, geht alles sehr schnell vonstatten. Die Liebe zu Noyan schlägt wie ein Blitz ein und Probleme werden schnell noch herbei geführt. Leider hat Noyan die meiste Zeit nur Süßholz geraspelt und Tuana ist natürlich dahingeschmolzen. Für mich war das too much, diese Sprüche wirkten wie von einer Seite für schmalspur - Casanovas geklaut. 

Gewagt fand ich die Absätze in türkisch, irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass nicht alles übersetzt wurde. Für türkischsprechende sicher interessant und super, nur habe ich das mit der Zeit eher überlesen. Das ist aber klar, denn wenn jemand kein türkisch spricht, ist das ja auch sehr schwer zu lesen. ;) Zwischendurch konnte man immer wieder Absätze in Briefformat lesen, süße Idee, auch wenn der Inhalt mir persönlich zu kitschig war. Die Geschichte ist sehr einfach gestrickt und dadurch natürlich sehr voraussehbar, daher konnte sich auch keine Spannung aufbauen. 

Schön fand ich die Beschreibungen der Orte und die Sehnsucht die darin mitschwang. Der Schreibstil war flüssig und zielgruppenorientiert. 

Im Großen und Ganzen hat mich das Buch leider nicht überzeugt, mir ging alles zu schnell und vieles wirkte zu aufgesetzt. Eventuell hätte eine höhere Seitenanzahl, und somit ein ausbauen des Plots, gut getan. Ich könnte mir vorstellen, dass das Buch auch eine nette Lektüre für alle jungen Leute ist, die gerade Türkisch lernen oder auffrischen möchten. Ganz knapp wurden es noch 2,5/5 Rawr's.






Ich bitte darum, meine Rezensionen nicht ohne meine Einwilligung anderweitig zu veröffentlichen.
© Sarah Rawrpunx
rawrpunx.blogspot.co.at




Vielen Dank für das Rezensionsexemplar! :)

1 Kommentar:

  1. Wenn die Geschichte in Istanbul spielt, ist es nicht ungewöhnlich dass sie sehr modern beschrieben wird, denn Istanbul gleicht in seiner Mentalität einer deutschen Großstadt. :)
    Ich habe schon einmal ein Buch der Autorin gelesen (Seidenhaar) und mir hat es leider gar nicht gefallen...
    Schöne Rezension ^^

    LG
    Boncuk

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