[Rezension] Nashville oder das Wolfsspiel

Sonntag, 15. Dezember 2013

Nashville oder das Wolfsspiel
von Antonia Michaelis

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3789142758
Preis: 17,95 (D) 18,50 (A)
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Bildquelle Oetinger Verlag



Inhalt by Klappentext
Atemlos spannend! Ein mörderischer Thriller über Liebe und Verrat. Die achtzehnjährige Svenja findet in einer Abseite ihrer neuen Tübinger Studentenwohnung einen verwahrlosten, stummen 11-jährigen Jungen und nimmt ihn bei sich auf. Nach seinem T-Shirt-Aufdruck nennt sie ihn Nashville. Als eine Serie von Morden an Obdachlosen die Stadt in Aufruhr versetzt, wird Svenja unruhig. Hat Nashville, der immer wieder heimlich verschwindet, etwas damit zu tun? Bald schon merkt sie, dass nicht nur Nashvilles, sondern auch ihr Leben bedroht ist.

Meinung & Fazit by Rawrpunx
Svenja ist Medizinstudentin und hat vor kurzem ihre neue Wohnung bezogen. Sie durchsucht die komplette Wohnung auf vergessene Gegenstände der Vormieter, das ist wie eine kleine Schatzsuche für sie. Als sie den Schrank öffnet staunt sie nicht schlecht als sie darin einen kleinen, auf dem Kopf stehenden, Jungen findet. Da er nicht spricht tauft sie ihn kurzerhand Nashville, nach dem Namen des T-Shirts das der Junge trägt. Svenja stellt auch gar nicht viele Fragen, sie gibt ihm zu Essen und versucht im Laufe des Buches eher schlecht als recht jemanden von dem geheimnisvollen Jungen zu erzählen. Da Nashville immer wieder abhaut, sich mit seltsamen Typen trifft und wie gewohnt nicht reden will aber sehr merkwürdige Macken hat, darf er natürlich bei Svenja bleiben. Scheint Svenja auch gar nichts auszumachen, bis diese unerklärlichen Morde losgehen..

Es hat, sage und schreibe, acht Anläufe gebraucht dieses Buch zu lesen! Und ich muss ehrlich gestehen, dass ich die letzten Kapitel nur mehr überflogen habe. 

Ich wurde einfach nicht warm mit diesem Buch. Da das mein erstes Werk von Frau Michaelis ist, war ich nicht auf diesen seltsamen Schreibstil vorbereitet. Seltsam ist wirklich noch weit untertrieben, er ist geradezu verwirrend aber keinesfalls auf die gute, verrückte Art sondern einfach nur befremdlich. Da viele Leser/Blogger die Bücher von der Autorin in den Himmel loben, habe ich mich wirklich schon sehr auf „Nashville“ gefreut aber ich wurde enttäuscht. Es mag natürlich sein, dass ich diese sonderbaren Aussagen schlichtweg nicht begreife oder, ich sie einfach nur als leere Worte empfinde. 

Die Protagonistin ist mir von Anfang an unsympathisch gewesen. Sie hat so eine komische Art die Dinge zu betrachten, die ich einfach nur als nervig beschreiben würde. Im realen Leben würde ich solche Personen meiden und diese hoffentlich auch mich. Svenjas Verhalten konnte ich nie nachvollziehen. Wer würde schon einen kleinen Jungen behalten, denn man im Schrank findet? Wobei diese Situation an sich ja schon surreal ist. Aber das sie überhaupt so wenig Mühe in die Findung einer Lösung steckt, ist mir bis zum Schluss ein Rätsel geblieben. Als Svenja nach und nach Stückchenweise erzählt, dass sie zuhause einen kleinen Jungen versteckt, wird ihr auch hier selten etwas Vernünftiges geraten, auch von ihren Eltern nicht. Absolut unrealistisch!

Man weiß nie ob es denn nun ein Jugendthriller ist (wie angekündigt) oder nicht doch magische Elemente mit hinein geflossen sind. Den Spannungsaufbau fand ich noch ganz in Ordnung, ich habe es lieber wenn alles ganz langsam passiert und erstmal jeder und jede verdächtig wirkt. Aber das Langsame hat auch seine Schattenseiten, denn dadurch wird meist nur langweiliges aus dem Alltag der Nebencharaktere berichtet beziehungsweise hatte die Protagonistin mehr Zeit für ihre unsinnige Art mir das Lesen zur Hölle zu machen. Man hätte ruhig ein paar (viele) Seiten überblättern können und hätte rein gar nichts verpasst. 

Kurzum: Für mich war das Buch leider kein Lesegenuss, ich habe mich durch die Seiten gequält, mehrmals abgebrochen und das Buch so richtig verflucht. Für mich war es wohl eher ein Aufreger und Blutdruckerhöher im negativen Sinne. Wer aber die vorigen Bücher von Frau Michaelis mochte, mit ihrem Schreibstil und ihrer Ausdrucksweise zurechtkam, wird sicherlich auch „Nashville“ mögen. Von mir gibt es daher nur 1/5 Rawr’s und die Überzeugung, so schnell kein Buch mehr von der Autorin zu lesen. Es ist einfach nicht meins!





Ich bitte darum, meine Rezensionen nicht ohne meine Einwilligung anderweitig zu veröffentlichen.
© Sarah Rawrpunx
rawrpunx.blogspot.co.at


Kommentare:

  1. Hey,
    hab jetzt nur dein Fazit gelesen da das Buch noch bei mir subt.
    Irgendwie höre ich an allen Ecken eher negatives über dieses Buch und daher rutscht es immer weiter nach hinten auf der Leseliste :(
    Dabei mag ich Dir Autorin unheimlich gerne, hab schon einige Bücher von ihr gelesen und geliebt :)
    Bin echt mal gespannt wann ich mich daran traue,
    Liebe Grüße,
    Ela
    PS: Kannst Du die Kommentarfunktion auch auf Url/anonym stellen bitte? Ich gehe nur ungern über mein Googleprofil rein :(

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  2. Hallo Michaela,

    ich hab die Funktion nun auf "Jeder" umgestellt, irgendwie krieg ich das sonst nicht so hin.. Mich haben schon einige daraufhin gewiesen, aber url/anonym finde ich in den Einstellungen nicht. :/

    Nashville war für mich wirklich eine Enttäuschung, vor allem wegen den vielen Lobhymnen auf den Schreibstil. Ich konnte damit überhaupt nichts anfangen, die ersten Seiten waren noch ganz nett aber das ganze Buch in dieser Form mit der nervigen Protagonistin.. Nein danke!

    Aber, wenn du die vorigen Bücher von der Autorin ja mochtest, ist die Chance ja doch recht groß dass dir Nashville gefallen wird. =)

    LG

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  3. Hey,
    erst mal riesen Dank, du hast es hinbekommen, nun steht es auch auf Url/Anonym :)
    Naja bei Nashville gabs aber auch Kritik von denen die ihre anderen Bücher vorher auch mochten ...
    LG Ela

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  4. Ich glaube ich habe einen Monat für das Buch gebraucht. Mich haben besonders diese vielen Sexszenen gestört...

    Gute Rezi

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