[Rezension] Hollys Weihnachtszauber

Dienstag, 26. November 2013

Hollys Weihnachtszauber
von Trisha Ashley


Bildquelle Goldmann Verlag




Taschenbuch Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442480210
Preis: 8,99 (D) 9,30 (A)
Originaltitel: Twelve Days of Christmas
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Inhalt by Rawrpunx

Holly arbeitet für eine Firma dessen Mitarbeiter auf die Häuser verschiedenster Kunden aufpassen, während sich diese gerade auf Urlaub befinden. So versorgt sie die Haustiere, kümmert sich um die Pflanzen und schwingt mitunter ein wenig den Staubwedel. Eigentlich wollte Holly dieses Weihnachten aussetzen aber kurzfristig springt sie als Aushilfe ein. Sie stellt sich nun auf ruhige, einsame Feiertag ein, wird aber schon bald von dem tyrannischen Hausherrn Jude und dessen komplizierten Verwandte komplett aus dem Konzept gebracht. 

Meinung & Fazit by Rawrpunx

Mein erstes Weihnachtsbuch. Mein erster Reinfall. Die Inhaltsangabe hat mich sehr gereizt und es klang auch wirklich verlockend, ein eingeschneites Anwesen, ein englisches kleines Dorf mitsamt seinen kauzigen aber liebevollen Bewohnern und mittendrin eine weihnachtliche, romantische Liebesgeschichte. 

..NOT!

Wer sich auf die Inhaltsangabe verlässt, ist verlassen. Denn diese leitet einem nur in die Irre. Der Anfang des Buches liest sich ja noch ganz interessant, man erfährt Hollys Hintergrundgeschichte, lernt ein wenig die Nebencharaktere kennen bis man dann aufeinmal in dem kleinen englischen Dorf angekommen ist. Danach habe ich mich mehr schlecht als recht durch das Buch gequält, von Weihnachtszauber kann also gar keine Rede sein.

Die Autorin konnte sich hier nicht entscheiden, ob sie lieber eine moderne, romantische Liebesgeschichte schreibt oder nicht doch eine Jane Austen angehauchte Atmosphäre erzeugen wollte. So hat sie stets von beiden etwas genommen und heraus kam.. nichts. 

Mir kam es vor, als würde ich ein Rezeptbuch lesen. Hatte ich aus versehen ein Kochbuch angefangen? Nein, natürlich nicht. Die Autorin hat nur auf jeder zweiten Seite eine Menü Beschreibung geschrieben, samt sämtlichen Details wie, was und wo Holly kocht und ach so köstliche Desserts zaubert. 

Ich fühlte mich gedanklich gemästet!

Zudem wird hier die tägliche Alltagsroutine bis in die letzten Minuten nach erzählt. Ich bin zwar ein Fan von detaillierten Beschreibungen, aber hier waren das nichts als Platzfüller, man hätte ohne weiteres zehn Seiten überspringen können und wäre noch immer bei den Mittagspflichten gelandet. Die Verwandten von Jude, dem Hausherrn, lernt man besser kennen als Jude selbst. Denn dieser taucht erst sehr spät in dem verschneiten Haus auf. Also von wegen, romantischer Stimmung.. 

Holly. Holly. Holly. [Insert: Kopfschütteln] Holly ist eine wirklich tolle Küchenchefin, das betont sie ja mehrmals, aber leider kann man sich Holly nicht leisten. Sie ist unbezahlbar, denn sie ist ein Genie auf ihrem Gebiet, ja eine wahre, leidenschaftliche Köchin. Sie ist der Chuck Norris unter all den Gourmethaubenfünfsterne Köchen, kurzum, sie ist einfach die beste. Ach, und sie ähnelt einer ägyptischen Königin. Sie ist nicht hübsch, sie ist schön! 

Die Dialoge waren furchtbar, richtig hölzern, nüchtern, dilletantisch ohne jeglichen Witz oder gar Charme. Ich fragte mich ständig, ob es denn wirklich Menschen gibt die so reden und wenn ja, weshalb? Natürlich geht gegen Ende alles hopplahopp, was mich jetzt aber gar nicht gestört hat, ich war froh als die letzte Seite endlich in Sichtweite war, denn das bedeutete; die Tortur ist beendet. 

Es schien als ginge der Autorin mittendrin die Ideen aus und ich hatte das Gefühl als wäre ich in der Matrix gefangen - ein Déjà-vu jagte das nächste. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, wird einem auf den letzten Metern, der Kitsch nochmal so richtig um die Ohren gehauen. 

"Vergiss es, heute Abend schiebst du überhaupt nichts mehr in den Ofen", sagte er und ließ mich nicht los. "Aber ich vielleicht, wenn du mich in Versuchung bringst." (Zitat)

Weihnachtszauber? Keine Spur! Die guten Ansätze am Anfang wurden alle sehr schnell wieder zunichte gemacht. Schade, denn die Grundidee wäre ja absolut perfekt und klassisch für eine Weihnachtsgeschichte gewesen. Tja, Satz mit x - war wohl nix. 1/5 Rawr's 





Ich bitte darum, meine Rezensionen nicht ohne meine Einwilligung anderweitig zu veröffentlichen.
© Sarah Rawrpunx
rawrpunx.blogspot.co.at




Vielen Dank für das Rezensionsexemplar! :)


Kommentare:

  1. Ei Ei Ei... schade! Das Buch hätte mich nämlich auch interessiert... jetzt lass ich's aber lieber. :) Danke für die Rezi.
    Liebe Grüße!

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  2. Ich habe mich auch auf eine tolle Weihnachtsgeschichte gefreut.. aber leider wurde nichts daraus. :( Aber ich habe ja noch ein paar Adventsbücher vor mir - da muss doch ein gutes dabei sein ;D

    LG

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