[Rezension] Liebe macht Anders

Montag, 22. Juli 2013

Liebe macht Anders

von Karen-Susan Fessel

Broschierte Ausgabe: 170 Seiten
Verlag: Kosmos
ISBN: 978-3440133460
Preis: 9,99 (D) 10,30 (A)
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Anders ist neu in der Schule, er hat nicht nur einen außergewöhnlichen Namen, er verhält sich auch komplett anders als der Rest der Jungs in der Klasse. Sanne ist das sofort aufgefallen, sein scheues Lächeln und seine selbstbewusste Art hat sie sofort fasziniert. Aber Robert, der Ex von Sanne, will das nicht wahrhaben, er versucht Anders das Leben an der neuen Schule zu vermiesen..

Mit Herzblut hat der Kosmos Verlag ein neues Label für junges und junggebliebenes Publikum gestartet, die gerne Thriller lesen. Bisweilen sind zwei Bücher erschienen: Wo die Liebe tötet von Jennifer Shaw Wolf und Liebe macht Anders von Karen-Susan Fessel. 

Liebe macht Anders. 
Anders ist eben einfach anders.

Anders ist gefallen. Wurde er von der Brücke gestoßen? Ist er von selbst gesprungen? War es ein tragischer Unfall oder doch Absicht? 

Das Buch wurde in einem Verhörstil bzw Interviewstil geschrieben. Die Klassenkameraden von Anders kommen zu Wort und erzählen Teile von der Geschichte aus ihrer Sicht. Genauso wie die Schwester von Anders, auch sie wirft dem Leser hin und wieder ein paar Puzzleteile zu, die man unbedingt lösen möchte. Man fragt sich anfangs sicherlich zu Recht, um was es hier eigentlich geht.

Im Laufe der Geschichte wird man Stück für Stück in Anders Vergangenheit gezogen und wir lernen ihn auch besser kennen. Jedoch ist hier bei einem gewissen Level einfach Schluss mit den Informationen, so dass man als Leser selbst mitraten darf, um was es hier eigentlich geht. Wer ist Anders? Was hat es bloß mit diesem Jungen auf sich?

Genau das fragt sich auch Robert, der Ex Freund von Sanne und der Anführer in seiner Klasse. Robert ist es gewohnt alles zu bekommen was er möchte. Und er möchte Sanne um jeden Preis zurück haben. Als er bemerkt, das Sanne und Anders sich heimliche Blicke zuwerfen und sich anlächeln, siegt die Eifersucht in ihm und er fängt an über Anders im Internet zu recherchieren. Komisch nur, dass Anders nirgends zu finden ist, weder auf Facebook noch bei Twitter und schon gar nicht auf SchülerVZ. Robert lässt aber nicht locker und scheint der Lösung schon sehr nahe zu kommen..

Aber nicht nur Robert hat etwas gegen Anders, auch die Jungs in der Klasse finden ihn komisch. Als sie ihn jedoch ein Stück weit kennenlernen, finden sie ihn eigentlich doch cool. Trauen sich das aber nicht laut sagen, aus Angst vor Robert. Nur Pascal traut sich das Wort gegen Robert zu richten, gerade Pascal der eigentlich von allen nur Pickelgesicht genannt wird und von seinen Mitschülern verarscht wird. Außer von Anders, der nimmt ihn so wie er ist und beide werden sogar Freunde. 

Das große Geheimnis um Anders wird gegen Ende des Buches natürlich gelöst. Davor habe auch ich ein wenig herum gerätselt, was für einen Grund es für die Andersartigkeit von Anders gibt. Klar, irgendwann kann man sich schon die Richtung denken, in welches man mit der Nase hin und wieder gestoßen wird. Schade fand ich es, dass hier zu wenig auf das Thema eingegangen wird. Das hätte man ruhig mehr ausbauen können, ich bin sicher, hier hätte man die Chance gleich nutzen und mehr informieren können.

Der Anfang des Buches gestaltete sich als sehr verworren, nach einer Weile ist man dann allerdings so in die Geschichte vertieft, dass man auch schon fast beim Ende ist. Kein Wunder, 170 Seiten sind schnell gelesen. Für meinen Geschmack hätte man mehr aus dem Thema machen können, es wurde nur ein wenig angeschnitten.

 Eine Geschichte über einen Jungen, der nicht das ist was alle zu glauben meinen, ein Rätsel raten, ein Thema das viel Toleranz braucht und auch noch mehr an Aufklärung. Ich gebe dem Buch gute 3,5/5 Rawr's. Lesenswert!





©Sarah Rawrpunx
rawrpunx.blogspot.co.at




Mein Dank geht an den Kosmos Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.


















1 Kommentar:

  1. Von der Inhaltsangabe spricht mich "Liebe macht Anders" ja auch an - aber nach deiner Rezension weiß ich, dass das Buch wohl nichts für mich ist. Ich komme bei Jugendthrillern immer sehr schnell auf die Lösung, und wenn man dann auch noch immer wieder drauf hingewiesen wird, wäre bei mir wahrscheinlich schnell die Luft raus. Mal davon abgesehen, dass auch ich 170 Seiten für zu kurz erachte...
    Vielen Dank also für die schöne Rezension!

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