[Rezension] Schattenblüte: Die Verborgenen

Samstag, 4. Mai 2013


Schattenblüte: Die Verborgenen
von Nora Melling



Broschierte Ausgabe: 347 Seiten
Preis: 14,95 (D) 15,40 (A)
Trilogie: Die Verborgenen, Die Wächter, Die Erwählten (ET am 01.10.2013)
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Bildquelle Nora Melling HP



Inhalt

Luisa beschließt zu sterben. Sie steht nachts auf dem Grunewalder Aussichtsturm, die Arme ausgebreitet und zum Sprung bereit als sich plötzlich zwei starke Hände um sie schließen. Ein geheimnisvoller Junge der wie aus dem nichts auftaucht, aber irgendwie kommt er Luisa bekannt vor. Seine merkwürdigen grau-blitzenden Augen bohren sich in ihre und er lässt sie erst mit dem Versprechen gehen dass sie nie wieder versucht sich umzubringen. Zögernd willigt sie ein und schon am nächsten Tag sucht sie nach ihm und stößt dabei im Wald auf ein Rudel Wölfe.. und mittendrin Thursen der sie beschützt.. Oder?






Meinung / Fazit

Luisa trauert um ihren kleinen Bruder, der an Krebs verstorben ist. Sie hat Fabi wahnsinnig geliebt aber ihre Eltern ließen ihr nicht mal die Zeit um richtig zu trauern. Monate später ziehen sie von Hamburg nach Berlin und schmeißen damit alle Erinnerungsstücke von
Fabi weg.

Wow, harte Kost! Eltern die mit ihrem Verlust nicht umzugehen wissen und aus Sorge um Luisa alles verbannen und sie stattdessen in eine neue Stadt stecken. In derer sie auf sich selbst gestellt ist, ohne Freunde, ganz allein mit ihrer Einsamkeit. Ihre Eltern nehmen sie gar nicht mehr wahr, sie lassen Luisa gehen und kommen ohne sich darüber Sorgen zu machen. Der Vater verdrängt den Tod seines Sohnes und die Mutter scheint in einer Blase zu leben, an der nichts an sie rankommt.


Kein Wunder das Luisa sich nach jemanden sehnt der sie endlich versteht. In Thursens Rudel fühlt sie sich wohl und findet sogar eine Freundin. Alle Wölfe haben in der Vergangenheit schwieriges erlebt und somit verbindet sie alle das selbe: Sie leben im Verborgenen um frei zu sein. Eine schöne Idee, um nichts mehr vom Schmerz zu spüren verwandeln sie sich in Tiere, bleiben aber stets zusammen um sich gegenseitig Halt zu geben.

Die Nebencharaktere sind mir leider zu oberflächlich geraten, hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Die Autorin scheut sich nicht, auch mal jemanden sterben zu lassen und somit ist dieses Buch mitsamt seinen Überraschungen einfach empfehlenswert. Schattenblüte konnte man auch als Einzelband betrachten, da dass Buch nicht mit einem Cliffhanger endet. Wer natürlich wissen möchte wie es weitergeht (so wie ich) der kann sich auf »Die Wächter« und den Abschluss der Trilogie »Die Erwählten« freuen.


Schattenblüte ist keine klassisch stereotypische Werewolf Story, das Buch sticht heraus und bahnt sich seinen eigenen Weg. Ein Hauch von Melancholie zieht sich durch die gesamte Geschichte hindurch. Eine Liebe an der sich beide klammern, wie an einem Rettungsboot. Der Schreibstil der Autorin ist locker und jugendlich, aber durch die kurzen abgehackten Sätze hatte ich anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen. Viele Fragen bleiben leider offen und so kann ich nur sehr gute

3 1/2 von 5 Sterne

©  Sarah Rawrpunx 
http://rawrpunx.blogspot.co.at/

Kommentare:

  1. Mir hat das Buch super gefallen =) Ich war von der Stimmung sofort gefesselt

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    1. Ich mochte diese melancholische Stimmung - genau mein Geschmack. Bin gerade beim zweiten Teil und mal schauen ob mich der nun richtig vom Hocker reißt. :o)

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