[Rezension] Jenseits

Montag, 27. Mai 2013

Jenseits 

von Meg Cabot

Taschenbuch Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet
Preis: 12,00 (D) 12,40 (A)
Reihe? Ja. Trilogie, der zweite Band Underworld ist auf Englisch bereits erschienen.
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Bildquelle Blanvalet


Inhalt

Pierce ist gestorben. 

Jedenfalls für kurze Zeit - sie hatte eine Nahtoderfahrung und seitdem fühlt sie sich verfolgt. Von ihren Gefühlen überwältigt, erzählt sie anfangs noch jedem von dem Ort an dem sie kam und an den Mann der sie zwar gerettet aber auch gleichzeitig wieder entführt hat. Nicht nur für sie scheint das alles sehr verwirrend zu sein, ihre Eltern und ihre Großmutter glauben sie halluzinieren und ihre Freunde haben sie schon längst aufgegeben. In den Therapiesitzungen fühlt sie sich unverstanden und zieht sich daher immer weiter zurück, sogar der Neuanfang in der alten Heimat ihrer Mutter scheitert. Denn plötzlich ist ER wieder da.. John Hayden, John der sie im Jenseits vorm endgültigen Übergang bewahrt hat und der John, der sie danach entführte und sie immer wieder verfolgte.. Obwohl sie sich angezogen fühlt, nimmt die Angst überhand und sie möchte John endlich loswerden.. Aber das ist nicht ihr größtes Problem..


Meinung / Fazit

Der Einstieg fiel mir ein wenig schwer, die Geschichte scheint anfangs noch sehr verwirrend zu sein und der Schreibstil ist erstmal gewöhnungsbedürftig, jedoch beschreibt die Autorin gewisse Szenen einfach so gefühlvoll, die einem einfach zum nachdenken anregen.

Die Geschichte rund um Pierce und John ist geheimnisvoll, düster und melancholisch. Das Thema Nahtod ist überaus interessant, und wer, hat noch nicht daran gedacht was wohl nach dem Tod geschehen wird? Jeder stellt sich etwas anderes darunter vor: Ein Licht am Ende des Tunnels? Himmel, Hölle oder eine Zwischenwelt? Oder alles davon Humbug? Die Autorin ist sehr sensibel an das Thema herangegangen und hat sich Unterstützung in der griechischen Mythologie geholt, die Idee gefiel mir einfach sehr gut.

Pierce ist als kleines Mädchen in den Pool gestürzt, weil sie einen Vogel retten wollte, der sich in der Abdeckplane verhedderte. Der Vogel wurde gerettet, Pierce starb für eine kurze Zeit. Sie findet sich in einer Art Übergang wieder, zwei Reihen voller Menschen die auf eine Fähre warten.. und dazwischen John, der darauf achtet das jeder in der richtigen Schlange steht..

Nach dem sie zurück ins Leben geholt wurde, ist Pierce verändert. Sie zieht sich immer mehr zurück, lässt niemanden an sich ran und ist wahrlich melancholisch. Sie versucht sich zwar, ihrer Mutter zuliebe, mehr anzupassen, aber es scheint als wäre ihr einziger Gedanke nur noch die Flucht von John. Doch Pierce hat noch mehr Probleme die sie mit sich herum trägt, in ihrer alten Schule sind merkwürdige Dinge vorgefallen, für die sie sich selbst die Schuld gibt..


»Ich hatte keine Ahnung, konnte nicht mehr denken. Es kam mir vor, als hätte die Milchstraße über uns sich in eine galaktische Karaffe verwandelt, um mir all ihre Sonnen und Planeten in den Hals zu gießen. Ich fühlte mich, als würden Sterne aus meinen Fingerkuppen, meinen Zehen und meinen Haarspitzen schießen.«


John ist der geheimnisvolle junge Mann, der in der Zwischenwelt für Ordnung sorgt. Er sieht Pierce im Jenseits nicht zum ersten Mal, schon vor Jahren hat er sie auf der Beerdigung ihres Großvaters gesehen, wo er für Pierce einen toten Vogel zurück ins Leben brachte. John war schon damals von ihrer Empathie und ihrer Hilfsbereitschaft fasziniert und als er sie bei den Fähren im Jenseits sieht, ist ihm klar, dass Pierce noch nicht hierher gehört. John ist mysteriös und vorallem leidend, er versucht auch nach der Flucht von Pierce, sie immer noch zu beschützen.. was ihm jedoch nicht immer gelingt.

Die Nebencharakter hätten sicherlich noch mehr ausgebaut werden können, und wer hier ein Buch voller Action sucht, wird mit »Jenseits« nicht glücklich werden. Aber wer sich auf eine stille und schöne Geschichte einlassen möchte, die zum nachdenken anregt, dem kann ich das Buch nur empfehlen.

»Jenseits« hat mich fasziniert und ich fände es schade, wenn die weiteren zwei Bände nicht ins deutsche übersetzt werden. Meg Cabot nimmt einen mit auf eine Reise durch die griechische Mythologie, sie lässt uns an eine neue Form von Unterwelt teilhaben, angelehnt an die beeindruckende Geschichte von Hades und Persephone. Wunderschöne Metaphern runden das ganze ab, und wenn man erstmal in das Buch eintaucht, kann man den Schreibstil auch genießen. Melancholisch und Zauberhaft - ich liebe solche Bücher einfach.. daher: 4,5/5 Rawr's.




© Sarah Rawrpunx
rawrpunx.blogspot.co.at






Vielen Dank an den Blanvalet Verlag!












Kommentare:

  1. Ich habe "Jenseits" auch vor einiger Zeit gelesen.
    Gleich danach habe ich beim blanvalet Verlag nachgefragt, wie es mit den weiteren Teilen aussieht.
    Sie können zwar noch keinen Termin sagen, aber die Fortsetzungen werden von ihnen herausgebracht.

    Liebe Grüße
    Lyiane

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    1. Hatte den selben Gedanken und habe auch schon nachgefragt. "Es gibt noch keine sicheren Info's, aber sie haben es vor. Genaueres kann der Verlag noch nicht sagen."

      Klingt für mich noch in weiter Zukunft.. leider! :( Mir hat es Jenseits echt angetan..

      ..und Geduld war ja noch nie meine Stärke. :/

      LG

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    2. Oje, das klingt dann ja doch nicht so sicher.
      Da Meg Cabot schon viele Bücher herausgebracht hat und auch hier bei uns sehr beliebt ist, denke ich aber, dass wir da gute Chancen haben.

      Hast du von ihr schon "Eternity" und "Endless" gelesen?
      Die sind auch echt toll und keine 08-15 Vampirbücher.

      Liebe Grüße
      Lyiane

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    3. Das war mein erstes Buch von Meg Cabot. ..und ich glaube, ich werde noch ein paar von ihr lesen. :)

      Und ich drück ganz fest die Daumen für Jenseits.. es MUSS einfach übersetzt werden. *seufz*

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