[Rezension] Freaks in geheimer Mission

Donnerstag, 2. Mai 2013


Freaks in geheimer Mission
von Kieran Larwood

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Chicken House
Preis: 15,99 (D) 16,50 (A)
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Bildquelle Chicken House




Inhalt

London 1851
Die neunjährige Sheba ist es gewohnt in einem Kuriositäten Zirkus aufzutreten. Seit Jahren ist sie mit weiteren seltsamen Geschöpfen und dem fiesen Zirkusdirektor unterwegs. Eines Tages wird sie an einen neuen Mann verhökert, der sie zu seiner Gefolgschaft bringt. Dort erwartet sie ein Junge der aussieht wie ein Affe, ein unvergleichlich riesiger Mann, eine Frau die mit Ratten kommunizieren kann und ein Ninja Mädchen mit gefährlichen Fähigkeiten. Nach dem anfänglichen Schrecken erholt sich Sheba inmitten ihrer neuen Freunde und taut sogar allmählich auf. Der neue Chef ist zwar nicht netter aber wenigstens gibt es keine Schläge und er lässt die Freaks in Ruhe solange sie nur jeden Tag Auftreten. Als Sheba mal wieder einen Auftritt hat wird sie diesesmal nur ausgebuht und beschimpft - in diesem Moment zeigt sich ihre wahre Natur und sie fährt ihre Krallen aus, ihre Nase wird breiter, Fangzähne schießen hervor und sie knurrt wie ein wildes Tier. Denn Sheba ist ein Wolfsmädchen, sie ist am ganzen Körper behaart und wenn sie wütend oder ängstlich ist verliert sie die Kontrolle. Normalerweise laufen ab diesem Zeitpunkt alle Menschen vor ihr fort aber nicht Tilli. Das kleine Schlicklerchen Mädchen zeigt keinerlei Furcht und behandelt Sheba wie einen normalen Menschen, sie schenkt ihr sogar ihre kleine Glasmurmel. Als Tage später der Vater von Tilli bei den Freaks auftaucht hat er eine ungewöhnliche Bitte: Seine Tochter wiederzufinden, die von einem grotesken Monster entführt wurde. Ein überraschender Auftrag für die fünf Freunde, ob sie es schaffen werden? Und ist es tatsächlich ein Monster das all die armen Kinder entführt hat?


Plumpscuttles Kuriositäten: Eine Sammlung des Grauenhaften, Grotesken und Gigantischen. Es erwarten sie Schrecken und Aufregung. Bitte unbedingt eine Hose zum wechseln mitbringen.
(S.35)


Meinung / Fazit

Sheba war anfangs ein schüchternes Mädchen. Sie kümmert sich liebevoll um das zweiköpfige Schaf Flossy, der auch zeitgleich ihr einziger Freund war bis sie auf die Kuriositäten im neuen Zirkus trifft. Sheba besitzt eine alte Dose aus ihrer Vergangenheit aber sie kann sich nicht mehr erinnern, nur bruchstückhafte Ereignisse blitzen manchmal auf. Als Wolfsmädchen hatte sie es nie leicht, niemand wollte ein Mädchen bei sich haben das überall am Körper behaart ist und bei Gefühlsregungen die Kontrolle verliert und das Tier herauslässt. Mit jeder Verwandlung kommt sie einem Wolf immer näher und sie hat Angst davor sich plötzlich nicht mehr in Sheba wandeln zu können. In Sister Moon findet sie ihre erste richtige Freundin, die beiden passen aufeinander auf und geben sich Halt. Man merkt wie Sheba im Laufe des Buches richtig aufblüht. Schade fand ich es allerdings, dass ihre Kraft nie zum Durchbruch kam, sie hielt sich selber immer unter Verschluss.

Sister Moon ist eine japanische Ninja Kämpferin, die ausgebildet wurde um ihr Land zu verteidigen und so manche Aufträge zu erledigen. Sie ist blitzschnell und durch ihr Merkmal an den Augen kann sie sogar im Dunkeln sehen.

Monkeyboy ist ein lustiger Geselle. Ein stinkender mit Popeln-Werfender Affenjunge, der keine Gelegenheit auslässt um Streiche zu spielen. Auch wenn seine Art manchmal sehr ruppig ist, ist er doch froh ein Zuhause und Freunde zu haben.

Der Riese Gigantus ist genauso wie man sich einen Riesen eben vorstellt. Oder, wie ich ihn mir vorstelle. Ein sensibler, warmherziger Mann der für seine Freunde schon mal die Fäuste sprechen lässt um sie alle zu beschützen. Er schreibt an einem Liebesroman, von dem man im Buch sogar kurze Ausschnitte lesen kann, die ich sehr gelungen fand.

Mama Rat ist, wie es der Name schon vermuten lässt, eine typische Mutter. Sie zeigt für jeden Verständnis, und kümmert sich aufopfernd um ihre Mitfreaks und liebt ihre Ratten wie wenn es ihre eigenen Kinder wären. Hier hätte ich aber gerne mehr erfahren, warum sie mit Ratten kommunizieren kann und wie ihre Lebensgeschichte ist.


Kurzum: Eine Geschichte über Außenseiter die, angetrieben durch ihre neue Freundschaft, all ihren Mut aufbringen und gemeinsam Abenteuer erleben. Für meinem Geschmack kratzte der Autor nur an der Oberfläche, hier hätte man noch mehr rausholen können. Der Showdown ist aber voller action und auch ein klein wenig gruselig - daher kann ich es als kurzweilige Unterhaltung für kleine und große Leseratten empfehlen.

3 1/2 von 5 Sterne




An dieser Stelle möchte ich mich beim Chicken House Verlag für die Bereitstellung des Buch bedanken.


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