Wo die Nacht beginnt

Dienstag, 23. April 2013



Wo die Nacht beginnt
von Deborah Harkness

Gebundene Ausgabe: 800 Seiten
Verlag: Blanvalet
Preis: 19,99 (D) 20,50 (A)
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(Bildquelle Blanvalet)


Inhalt

Die Hexe Diana und ihr betörender Vampir sind auf der Flucht. Dank Dianas Gabe reisen sie quer durch die Zeit und landen im 16. Jahrhundert mitten in der Old Lodge und ausgerechnet vor dem Dämon Kit. Sympathie ausgeschlossen - Diana und Kit können einander nicht ausstehen und schon passiert ein Fettnäpchen nach dem anderen, Diana ist zwar eine bekannte Historikerin aber wie überlebt man tatsächlich in einem Jahrhundert das gerade die Hexenjagd zum neuen Trendsport auserkoren hat?
Matthew hat entschieden das schnellstens eine Lehrerin für Diana besorgt werden muss, um ihre magischen Kräfte zu entfesseln. Hilfe bekommen sie von den Freunden des Vampirs, und einige davon kennt Diana aus ihren Büchern..


Gemeinsam hoben wir die Füße und traten ein ins Ungewisse.



Meinung / Fazit

Was für ein grandioser Auftakt - der Leser wird mitten in das Geschehen hineingeworfen und erlebt sofort die Besitzansprüche Matthews hautnah mit. Hier wurde mir klar - dieses Buch wird mich wieder fesseln, genau wie sein Vorgänger.

Das Buch besteht aus sechs Teilen, wobei jeder Teil an einem anderen Ort spielt. Zwischendrin erhält man auch noch Details aus dem Leben der Hexen und Vampire die auf die Rückkehr von Diana und Matthew warten.

Ich habe mich gefreut das Diana zu ihrer ursprünglichen Form zurück gekehrt ist und nun wieder die selbstbewusste Frau ist, die sich nicht unterbuttern lässt, und das in einer Zeit in der Frauen nur als Accesoire dienten. Dieser Kontrast war herrlich erfrischend. Ein Highlight war der Besuch bei der Königin Elizabeth Tudor, die Diana leider absolut nicht ausstehen konnte und somit ein paar hitzige Momente entstanden.

Der arme Shakespeare.. Ich musste schmunzeln als man Shakespeare nur als Ideenklauer bezeichnete, haben also Dämonen und Vampire die gesamten literarischen Werke geschrieben? ;)

Die Seiten flogen nur so dahin und ich musste mich öfters fragen wie es die Autorin schafft in 800 Seiten niemals Langeweile aufkommen zu lassen. Für mich bestand das Buch nur aus Höhen und die Spannung blieb auf einem konstanten Level. Bei manchen Büchern wird man ja mit neuen Nebencharaktere überrannt, die eigentlich meistens farblos bleiben. Aber nicht hier. Alle Charaktere sind ausgereift und passen perfekt ins Bild, angefangen von den vielen Geistern im Haus der Bishops, bis hin zu den Künstlern, Erfindern und Schriftsteller aus dem 16. Jahrhunderten. Für mich allerdings war der heimliche Held des Buches ein anderer, ein kleiner Junge namens Jake, der viele Male seine Loyalität unter Beweis stellte und mit seiner kindlichen Naivität die Welt wahrzunehmen, mich vollends überzeugt hat.



"Chaotisch? Das ganze Leben ist so. Also hör auf, perfekt sein zu wollen. Versuch zur Abwechslung, nur du selbst zu sein."



Matthew im 16. Jahrhundert zu erleben war großartig. Die Bindung zwischen Diana und ihm, die anfangs noch recht instabil wirkte, wird durch kleine und große Überraschungen immer enger und vertrauter. Dennoch bleibt Matthews Beschützerinstinkt vorhanden und so treibt er nicht nur Diana damit in den Wahnsinn. Der Dämon Kit glänzte in seiner Rolle - ein Dämon der heimlich in einem Vampir verliebt ist und nun zusehen muss wie eine Hexe seinen Platz einnimmt. Ich hätte gegen Ende nicht soviel Nachsicht walten lassen..  Ich fand die Kapitel über Matthews Familienverhältnisse und besonders seine schwierige Beziehung zu seinem Vater sehr interessant, vorallem Philippe hat mich überzeugt. Hier trifft das Sprichwort "Harte Schale, weicher Kern" ins Schwarze.


Jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne.


Gelungene Fortsetzung - ich kann es kaum erwarten bis der (vorläufig) letzte Teil erscheint. Wiedereinmal hat mich die Geschichte rund um Diana und Matthew gefesselt, die Nebencharaktere waren alle in ihrem Element und die Spannung blieb bis zum Ende aufrecht. Klare Kaufempfehlung und daher:


5/5 Sterne




Ich möchte mich an dieser Stelle noch mal beim Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Buches bedanken.
 




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